Vorläufige Besitzeinweisung im Rahmen der   

  Flurneuordnung Dunningen erst im Herbst 2021

 

Leider kam kürzlich die Nachricht des Flurneuordnungsamtes, dass die vorläufige Besitzeinweisung nun doch nicht im Herbst 2020 erfolgt, sondern erst ein Jahr später.

 

Dies ist sehr bedauerlich, da viele Maßnahmen, welche zu einer Verbesserung der Kulturlandschaft aus Sicht des NABU beitragen könnten, nun nochmals verzögert werden.

 

Aufgrund dieser Tatsache möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass wir auch weiterhin an Flächenkäufen interessiert sind, da wir hierdurch zusätzlich zu den bereits im Besitz des NABU befindlichen Flächen von ca. 8,5 ha weitere Grundstücke einer ökologischen Bewirtschaftung zuführen können. Das gleiche gilt auch für die Übernahme von Patenschaften für eine extensive Bewirtschaftung von Flächen.

 

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir der Landwirtschaft keine Flächen entziehen möchten, aber es dringend erforderlich ist möglichst viele Flächen so zu bewirtschaften, dass Insekten, Schmetterlinge, Vögel usw. wieder existieren können. Dies geschieht durch entsprechende Pflegeverträge mit zwischenzeitlich 4 Landwirten, welche insbesondere verpflichtet werden wieder eine Heuernte wie früher üblich zu realisieren. Die Flächen dürfen nicht gespritzt und nur in Abstimmung mit dem NABU bei Bedarf mit Festmist gedüngt werden.

 

Wer Fragen hat bei diesem für den Naturhaushalt enorm wichtigen Thema kann sich gerne bei der Vorstandschaft melden.

Flurneuordnung und Erhaltung einer artenreichen Kulturlandschaft

 

Der Nabu Dunningen ist in vielfältiger Weise für den Erhalt und die Wiederansiedlung von Pflanzen und Tieren aktiv. Besonders der Erhalt einer möglichst artenreichen Kulturlandschaft liegt uns am Herzen und so setzen wir z.B. seit gut zwei Jahrzehnten auf den Erhalt von möglichst vielen Wildblumenwiesen in der Gesamtgemeinde um Insekten, Vögeln, Amphibien usw. die erforderlichen Lebensräume erhalten zu können.

 

Am 22. Februar 2018 um 19:00 Uhr treffen sich unter der Federführung des Nabu interessierte Grundstückseigentümer und Landwirte aus Dunningen, die bereits Heute oder in der Zukunft Ihre landwirtschaftlich genutzten Flächen "naturverträglich" bewirtschaften oder verpachten wollen. 

 

Dies ist besonders wichtig aufgrund der in den nächsten Jahren anstehenden Neuzuteilung der Flächen im Rahmen der Flurneuordnung Dunningen. Ziel ist die Schaffung von möglichst zusammenhängenden Flächen und die Vernetzung untereinander, soweit dies möglich ist. Nur hierdurch kann die Erhaltung von vielen Tier- und Pflanzenarten auf weniger intensiv genutzten Flächen ermöglicht werden.

 

Selbst bei einem Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat oder anderen artengefährdenden Spritzmitteln ist der Rückgang von Insekten nicht zu stoppen. Wenn die noch vorhandenen Wiesen bis zu 5 Mal pro Jahr gemäht und das Mähgut siliert oder in Biogasanlagen verbracht wird, werden die letzten Wildblumenwiesen verloren gehen. Die Blumen können, wenn überhaupt nur kurz blühen und schon gar nicht mehr aussamen, sodass der Rückgang weiter voranschreitet. Den Rest erledigt dann die teilweise viel zu intesive Düngung der Flächen.

 

Interessenten können sich bei Vorstand Roland Fischinger unter Tel. 07403-7477 oder per E-Mail unter info@nabu-dunningen.de melden.

 

Das Problem ist jedoch nicht nur auf die landwirtschaftlichen Flächen beschränkt. Auch im Siedlungsbereich werden die Flächen viel zu intensiv gepflegt und nur noch wenige Menschen unterhalten z.B. einen Gemüsegarten, der zu einer Verbesserung der Lebens-grundlagen für viele Arten beiträgt. Die immer stärker aufkommende "Rasenroboterbewirtschaftung" der Gartengrundstücke wird zu einer weiteren Verschlechterung der Situation führen, da auf diesen Rasenflächen nicht einmal mehr ein Gänseblümchen existieren kann, geschweige denn Insekten oder Vögel Nahrung finden. Wer hier etwas verändern will kann sich gerne melden und beim Nabu Dunningen günstig Samen von unterschiedlichen Wildblumen- und Grasmischungen erhalten.

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