Gut besuchte Nabu Generalversammlung am 02.11.2018

 

Über 30 Personen kamen zur Generalversammlung des NABU Dunningen ins „Haus am Adlerbrunnen“ um sich über die vielseitigen Aktivitäten der Naturschutzgruppe zu informieren. Im Rahmen einer Bildpräsentation berichtete Vorstand Roland Fischinger z.B. über die durchgeführten Landschaftspflegemaßnahmen mit allein 175 Arbeitsstunden der Helfer/innen und den sehr interessanten Jahresausflug ins Hinterzartener Moor und auf den Biolandbetrieb Kirnerhof.

 

Einer der Höhepunkte im Vereinsjahr war im April der Vortrag von Dr. Paul Westrich „Eine Reise in die faszinierende Welt der Wildbienen“. 120 interessierte Personen bekamen umfangreiche Informationen über die Gefährdungsursachen, die Lebensweise und vor allem die Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Neuanlage von Wildblumenwiesen stellt auch im kommenden Jahr ein Schwerpunktthema des Nabu Dunningen dar, ebenso wie die Flächenzuteilung im Rahmen der laufenden Flurneuordnung. Parallel hierzu soll ein „Rebhuhn Konzept“ für Dunningen erarbeitet und umgesetzt werden, wie dies bereits im Kreis Tübingen erfolgreich angegangen wurde.

 

Nach wie vor kritisch werden einzelne Ersatzmaßnahmen gesehen, welche teilweise nur sehr schwer oder gar nicht umgesetzt werden können, oder keinen Ausgleich für die Eingriffe des Menschen in die Kulturlandschaft darstellen. Die Mitgliederzahl liegt derzeit bei 278 Personen und die Unterstützung durch die aktive Mithilfe, die Mitgliedschaft oder Spenden ist in wichtiges Anliegen, um die vielseitigen Aktivitäten des Nabu auch in Zukunft umsetzen zu können.

 

Danach trug Manuel Brunnenkant den Bericht der NAJU-Gruppe mit sehr unterschiedlichen Themen wie z.B. Bastelarbeiten für den Weihnachtsmarkt, Backen im Backhäusle in Seedorf, Schneeschuhwanderung um Dunningen, oder die Anlage einer kleinen Wildblumenwiese mit Insektenhotel vor. Leider ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen teilweise sehr gering, sodass gezielte Werbeaktivitäten angegangen werden müssen, damit sich der Aufwand der Betreuer/innen lohnt.

 

Die Kassiererin Jeanette Hayd-Brunnenkant gab einen Überblick über die Finanzsituation des Vereins. Der Kassenstand ist weiterhin gut, sodass weitere Maßnahmen im Naturschutzbereich angegangen werden können. Erfreulich ist, dass immer wieder auch größere Spenden eingehen, welche die Handlungsfähigkeit des Vereins erheblich verbessern. Kassenprüfer Kaspar Haag attestierte im Anschluss eine einwandfreie Kassenführung.

 

Bürgermeister Peter Schumacher bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und für die Jugendarbeit des Vereins, die aus seiner Sicht, trotz der ausgeführten Nachwuchsprobleme, sehr wichtig ist. Er ging auch auf verschiedene Themen, wie z.B. die Erforderlichkeit eines Ökokontos aus Sicht der Gemeinde ein.

 

Anschließend nahm er die Entlastung der Vorstandschaft vor, die einstimmig erfolgte. Die Neuwahlen erfolgten einstimmig und es wurde Roland Fischinger als 1. Vorsitzender, Jeanette Hayd-Brunnenkant als Kassiererin, sowie die beiden Kassenprüfer Kaspar Haag und Oswald Heim für drei Jahre wiedergewählt.

 

 

 

Nach einem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr bedankte sich Vorstand Roland Fischinger bei allen Mitbürgern/innen, die sich für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes im vergangenen Jahr eingesetzt haben. Ebenso bei der Gemeinde für die Unterstützung durch die Gerätschaften für die Landschaftspflege.

 

 

 

Fleißige Helfer/innen beim Schwaden am Steinbühl am 15.09.2018

 

 

Zahlreiche Helfer bei den Landschaftspflege-maßnahmen des Nabu Dunningen aktiv!

 

Über 30 Personen haben bei der Landschaftspflege des Nabu in Lackendorf, Dunningen und Seedorf mitgeholfen und insgesamt ca. 175 Arbeitsstunden für die Pflege der gut 5 ha großen Halbtrockenrasenflächen und Feuchtwiesen abgeleistet. Die Flächen wurden gemäht, meist von Hand geschwadet und das Mähgut abgefahren. Teilweise wurde auch schon früher Heu gewonnen. Das Wetter hat gut mitgespielt und die meisten Feuchtflächen konnten mit Traktor und Ladewagen befahren werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden ideale Lebensbedingungen geschaffen, welche in Verbindung mit Brach-, Wasserflächen oder Heckenbeständen einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren als letzte Rückzugsgebiete dienen. Auf den vom Nabu Dunningen insgesamt 30 ha großen Flächen sind in diesem Jahr wieder neue Arten aufgetaucht, wie z.B. die Bocks-Riemenzunge, die Pyramiden-Hundswurz oder der Kreuzenzian auf einer zweiten Fläche. Auch viele Wildbienen und Insekten finden ihre Nahrung auf diesen Flächen bis in den Herbst. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend, denn an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen muss die meiste Arbeit von Hand verrichtet werden. Trotzdem hat es allen Spaß gemacht und durch die zahlreichen Helfer/innen konnten die Pflegemaßnahmen schnell abgeschlossen werden. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss trafen sich über 20 Personen abends im Cafe & Bar Mäx in Dunningen in geselliger Runde. Der Nabu möchte sich bei allen Helferinnen und Helfern, und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken.

 

In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal ein tolles Exemplar der

 

Bocks-Riemenzunge

 

auf einer vom Nabu seit Jahren betreuten Fläche (siehe Bild rechts)

Dr. Paul Westrich, auf dem Bild links im voll besetzten Haus am Adlerbrunnen in Dunningen

 

Die Reise in die „faszinierende Welt der Wildbienen“ hat sich gelohnt!

 

Die Vortragsveranstaltung des Nabu Dunningen mit Dr. Paul Westrich war ein voller Erfolg und die 120 sehr interessierten Besucher konnten viele interessante Details über die Entwicklungsstadien der fast 600 verschiedenen, in Deutschland vorkommenden, Wildbienenarten erfahren. Viele Details wurden anhand von Fotos und Filmausschnitten eindrucksvoll erläutert und die Wichtigkeit dieser Insektenfamilie, insbesondere für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen wurde immer wieder hervorgehoben. Verschiedene Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen, ohne die sie sich nicht fortpflanzen können und umgekehrt. Dies kann auch von der Honigbiene in vielen Fällen nicht übernommen werden, sodass die Wildbienen, wie viele andere Pflanzen- und Tierarten unersetzlich sind für die Erhaltung unserer Artenvielfalt. Mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienen sind auf der Roten Liste und stark vom Aussterben bedroht. Dass bei den Wildbienen ca. 300 Arten bedroht sind liegt oft am fehlenden Nahrungsangebot. Durch die intensive Bewirtschaftung gibt es immer weniger artenreiche Wildblumenwiesen, welche als Nahrungsgrundlage für einen langen Zeitraum im Jahr zur Verfügung stehen. Dies liegt nicht nur an der teilweise intensiven Düngung, sondern auch an den häufigen Mahd Terminen, insbesondere bei der Verwendung für Silofutter und Biogasanlagen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch das fehlende Nahrungsangebot in unseren Hausgärten, denn viele exotische Blumen- und Pflanzenarten bieten zwar einen schönen Anblick, sind jedoch für die Bienennahrung nicht geeignet. Der Appell ging deshalb an Landwirte die noch vorhandenen Wildblumenwiesen zu erhalten und oder wieder herzustellen, genauso wie an Kommunen und Gartenbesitzer nicht nur den „englischen Rasen“ zu pflegen, sondern auch dort der Natur ihren Raum zu geben. Die Ernüchterung bei den Teilnehmern war richtig zu spüren, als Herr Dr. Westrich erläuterte, dass einige Blumenmischungen, wie z.B. die „Mössinger Mischung“ für Wildbienen überhaupt nicht geeignet sind, da sie keine oder nur wenige heimische Wildblumen enthalten. Der Vorsitzende des Nabu Dunningen Herr Roland Fischinger bedankte sich zum Schluss für die sehr gute Resonanz der Veranstaltung und forderte die Teilnehmer zu etwas mehr „Mut zur Wildnis“ auf, der für die spätere Mahd und das stehen lassen von Teilflächen für die Überwinterung der Insekten erforderlich ist. Die angebotenen Wildblumensamen wurden komplett verkauft, sodass erst wieder in ca. 14 Tagen Nachschub eintrifft, falls noch jemand Bedarf hat.

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat beim Neujahrsempfang der Landesregierung den Umwelt- und Naturschutz als Kernziel seiner Regierungsarbeit hervorgehoben. Die Erhaltung der Natur sei eine Generationenaufgabe, sagte Kretschmann am Freitag im Neuen Schloss. Baden-Württemberg sei Lebensraum für rund 50 000 Tier- und Pflanzenarten, 40 Prozent davon seien mittlerweile gefährdet, sagte der Grünen-Politiker.

 

Eingeladen waren in diesem Jahr Vertreter der Natur- und Umweltverbände und aus der Land- und der Forstwirtschaft. Heidrun und Roland Fischinger von der Nabu Gruppe Dunningen waren unter den gut 800 geladenen Gästen..

 

„Zahlreiche Schmetterlings-, Wildbienen- und andere Insektenarten sind bereits ausgestorben. Weniger Insekten bedeuten zugleich weniger Vögel“, sagte Kretschmann. Das Insekten- und das Artensterben insgesamt seien keine Randerscheinung. „Es handelt sich weltweit gesehen dabei um eine Katastrophe“, betonte der Regierungschef. Dass die Blüten der Bäume in Zukunft einmal mühsam von Hand bestäubt werden müssten, sei keine Utopie mehr. „In China ist es teilweise schon heute so“, sagte Kretschmann. Im Kleinen habe die Landesregierung angefangen, im Park des Staatsministeriums Wildblumen anzupflanzen und Bienenstöcke zu halten.

 

Für die Landespolitik sei es ein zentrales Anliegen, die biologische Vielfalt im Land zu erhalten und zu fördern. In einem Gemeinschaftsprojekt von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sollen der Naturschutz, die Land- und die Forstwirtschaft zusammenarbeiten. Dafür stünden 36 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019 bereit. Unterstützt werden sollen etwa Landwirte dabei, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Zudem gebe es ein umfangreiches Monitoring zum Beispiel, um das zahlenmäßige Vorkommen von Insekten zu ermitteln. Auch die Schaffung von 250 zusätzlichen Stellen in der Umwelt- und Naturschutzverwaltung hatte die Landesregierung beschlossen.

 

Der Landeschef des Naturschutzbundes (Nabu), Johannes Enssle, sprach von einem „sehr positiven Signal“, das die Landesregierung dem Thema Umwelt beim Neujahrsempfang widmete. „Zahlreiche Studien belegen, dass viele Tier- und Pflanzenarten unter und über Wasser, an Land und im Boden bedroht oder bereits verschwunden sind“, sagte Enssle.

 

Walter Schneider wurde anläßlich der General-versammlung am 03.11.2017 nach 20 Jahren im Ausschuss verabschiedet.

Vorstand Roland Fischinger überreichte Walter Schneider (Bild links) und seiner

Ehefrau Barbara die Geschenke für die 20 jährige aktive Mitarbeit im Nabu

 

Walter Schneider, eines der Gründungsmitglieder des Nabu Dunningen, ist nach 20 Jahren aus der Vorstandschaft des Nabu Dunningen ausgeschieden. Vorstand Roland Fischinger übereichte einen Bildband und bedankte sich für die jahrzehntelange sehr zuverlässige Mitarbeit von Walter Schneider, verbunden mit der Hoffnung, dass er noch lange für den Verein aktiv bleibt, wovon man ausgehen kann. Er war in all den Jahren das Bindeglied des Vereins für den Ortsteil Seedorf. Seine Ehefrau Barbara Schneider bekam einen Blumenstrauß überreicht als kleine Anerkennung für die Unterstützung des Vereins.

Nabu Pflegeaktion macht ca. 30 Helfern/innen Spaß!

Insgesamt 30 Personen haben bei den diesjährigen Landschafts-pflegemaßnahmen des Nabu in Lackendorf, Dunningen und Seedorf mitgeholfen. Alleine in der vergangenen Woche waren wieder 25 Helfer/innen ca. 130 Arbeitsstunden aktiv um die gut 5 ha großen Halbtrockenrasenflächen und Feuchtwiesen zu Mähen, von Hand zu Schwaden und das Mähgut abzufahren. Teilweise wurde auch schon früher Heu gewonnen. Dieses Jahr hatten wir bis auf eine Reifenpanne durch Dornen großes Glück, denn durch die trockene Witterung konnten selbst Feuchtflächen mit Traktor und Ladewagen gut befahren werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden ideale Lebens-bedingungen geschaffen, welche in Verbindung mit Brach- oder Wasserflächen einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren als letzte Rückzugsgebiete dienen. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend, denn an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen muss die meiste Arbeit von Hand verrichtet werden. Die Arbeit macht jedes Jahr viel Spaß, denn durch die zahlreichen Helfer/innen sind wir auch in diesem Jahr wieder schnell vorangekommen. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss traf man sich im Gasthaus Rose in Seedorf in geselliger Runde. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Helferinnen und Helfern, bei Heidrun Fischinger und Lucia Miller für die gute Verpflegung und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken.

43 Teilnehmer beim Nabu Ausflug an den Federsee

43 Erwachsene und Jugendliche nahmen am diesjährigen Nabu Ausflug an den Federsee teil. Nach dem 2. Frühstück bei der Ankunft wurde mit einer Gruppe der Federseesteg begangen, wo Siedfried Frosdorfer, langjähriger Vorsitzender des Nabu in Bad Buchau die Entstehungsgeschichte des Federseegebietes mit der ursprünglichen Ausdehnung und den Nutzungsversuchen durch den Menschen in den vergangenen gut 200 Jahren erläuterte. Neben verschiedenen Vogelarten, wie z.B. Schwarzer Milan, Rohrweihe, Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Bartmeise oder Flussseeschwalbe, konnte auch ein fast 1 Meter langer Wels, viele andere Fischarten und Wasserfrösche gesichtet oder gehört werden. Herr Frosdorfer ging auch auf die vielen aktuellen Landschaftspflege-maßnahmen, die Wasserqualität, welche erst seit ungefähr 2008 wieder als gut zu bezeichnen ist, nachdem 30 Jahre davor Abwasserringleitungen gelegt und die Kläranlage gebaut wurde, ein. Die unterschiedlichen Schutzgebiete rund um den Federsee umfassen heute ca. 2900 Hektar und sie beherbergen mit ca. 150 Paaren des Braunkehlchens fast die Hälfte der Population in Baden-Württemberg. Daneben kommen auch Schwarzkehlchen und Blaukehlchen vor, die noch seltener sind. Die zweite Gruppe ging mit Bastian Sturm, hauptamtlicher Mitarbeiter des Naturschutzzentrums, durch die Moorwiesen zum Banngebiet Staudacher, wo bereits im Jahr 2011 durch den Nabu 16 ha Moorwiesen gekauft und bis heute der Natur überlassen werden. Hier wird deutlich was passiert, wenn man die Moorwiesen nicht bewirtschaftet. Es entsteht in kurzer Zeit ein Moorwald, der wie die Moorwiesen für viele Pflanzen- und Tierarten einen einzigartigen Lebensraum bietet. Auf einer Moorwaldlichtung wachsen heute noch Pflanzen aus der Eiszeit vor 10000 Jahren, die heute ihr Vorkommen in der Arktis haben. Hierzu zählen das Karlszepter oder die Kriechweide. Der künstliche Horst, der eigentlich für den Fischadler angelegt wurde, ist in diesem Jahr zum ersten Mal von einem Weißstorchenpaar belegt. Nach dem sehr guten Mittagessen im Gasthaus Rosengarten fuhr gut die Hälfte der Teilnehmer in die Bachritterburg nach Kanzach, wo eine ehemalige Holzburg wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Den Nabu Besuchern wurde die Fertigung eines Kettenhemdes für die Ritterrüstung erläutert und wer wollte durfte diese eher unangenehmen „Klamotten“ auch einmal anziehen, was besonders bei den Jugendlichen gut ankam. Die anderen Teilnehmer waren am Nachmittag auf eigene Faust im Federseegebiet oder Bad Buchau unterwegs. Bei idealem Ausflugswetter konnten die Teilnehmer wieder viele Eindrücke mitnehmen.

 

Storchennest in Dunningen repariert

Anfang April war es endlich soweit, dass das stark in Mitleidenschaft genommene Storchennest beim Eichhof repariert werden konnte. Klaus Niemann und Roland Fischinger haben in luftiger Höhe einen neuen Holzboden eingebracht. Gleichzeitig wurde das Weidengeflecht erneuert und der Boden mit Birkenreisig und Hackschnitzel neu belegt. Interessant war, dass gerade an diesem Abend ein Storch zu Besuch auf dem Nest war und so bleibt zu hoffen, dass die Mühen der Nabu Gruppe und seiner Helfer irgenwann mit einem Bruterfolg belohnt werden. Wir möchten uns bei Max Schrägle für die Bereitstellung des "Steigers" und bei Klaus Niemann für die Bedienung ganz herzlich bedanken.

 

Vereister Biberdamm, zwischenzeitlich vom Hochwasser teilweise weggeschwemmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Biber ist ein imposanter Baumeister!

 

Insgesamt 30 Personen folgten der Einladung des Nabu Dunningen zum Stammtisch im Cafe & Bar Mäx in Dunningen zum Thema „Biber – ein Wildtier ist zurückgekehrt“. Vorsitzender Roland Fischinger erläuterte zunächst wissenswertes zum Biber und der Situation in der Gesamtgemeinde Dunningen im Rahmen einer kurzen Präsentation. Die Biberfamilien haben sich vorrangig in den Bereichen angesiedelt, wo neben der Eschach weitere Laichgewässer oder nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen für die Nahrungsaufnahme vorhanden sind. Der Biberbeauftragte im Kreis Rottweil Herr Gerhard Jäckle berichtete von seiner Tätigkeit und ist auch auf teilweise auftretende Problempunkte eingegangen. Diese treten vor allem durch Überschwemmung bei Hochwassersituationen im Bereich der menschlichen Besiedlung und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf. Die Biber vermehren sich nicht unbegrenzt, wie oft befürchtet wird, denn die Populationen orientieren sich am Nahrungsangebot, das am jeweiligen Gewässer vorhanden ist. Ein Familienverband hat 3 Generationen und die Jungtiere werden nach 2 Jahren vertrieben. Es ist streng verboten die Dämme von Bibern zu beseitigen, wobei hier im Rahmen des Bibermanagements im Bedarfsfalle eingegriffen wird. Auch wenn sich z.B. im Siedlungsbereich Baumstämme quer legen müssen diese ggf. beseitigt werden.

 

Nicht nachvollziehbar ist aber z.B. für den Nabu, dass ein kleiner Damm oberhalb der Käferbrücke bereits mehrfach beseitigt wurde, da hier die auftretende Rückstauwirkung nicht problematisch ist. Im Rahmen der Veranstaltung konnten viele Fragen durch die Herren Jäckle und Fischinger beantwortet werden und eine Bejagung, wie dies kürzlich vom Agrarministerium in Stuttgart angeregt wurde, ist zumindest in Dunningen der völlig falsche Weg. Durch die Gewässerrandstreifen von 10 Metern und die ausgewiesenen Überschwemmungsgebiete an der Eschach sind auftretende Schäden bei Kulturpflanzen nur in wenigen Bereichen möglich. Wichtig ist auch, dass das vom Biber gefällte Weichholz über den Winter liegen bleibt, da sich der Biber als Pflanzenfresser in der kalten Jahreszeit von Gehölz- und Baumrinden ernährt und bei einer Beseitigung des Holzes die nächsten Fällungen vorgenommen werden um die Biberfamilie über den Winter zu bekommen. Das gleiche gilt im Übrigen auch für den Dammbau. Sofern Bäume erhalten werden sollen können diese mit einem stabilen Zaun geschützt werden. Der Biber bringt in diesen Bereichen ein Stück „Wildnis“ zurück und trägt zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen von vielen Tier- und teilweise auch Pflanzenarten bei.

 

Auch die Thematik der Gewässerdurchgängigkeit der Eschach wurde angesprochen, insbesondere der Erhalt oder die Beseitigung der beiden Wehranlagen. Diesbezüglich wird ein separater Gesprächstermin initiiert. Es war sehr erfreulich, dass auch viele nicht im Nabu organisierte Personen, darunter auch einige Frauen, anwesend waren. Wie bei vielen anderen Themen im Natur- und Umweltschutzbereich wird in Dunningen auf Dialog gesetzt und sowohl Herr Jäckle als auch der Nabu Dunningen stehen bei anstehenden Problemen jederzeit beratend und für Hilfsmaßnahmen gerne zur Verfügung.

 

Pflegeaktion im Gewann Zündelwiesen durchgeführt!

Am 28.12.2016 wurde auf einer größeren Fläche der Erlenbestand von mehreren Nabu Mitgliedern auf Stock gesetzt. Hierdurch werden die Nassflächen weitgehend offen gehalten und die Fläche bildet einen deutlichen Kontrast zu den umliegenden Waldflächen.

Nabu Dunningen kauft weitere Grundstücke

Vor kurzem konnten wir wieder mehrere Grundstücke mit einer Gesamtfläche von ca. 1 ha auf der Gemarkung Dunningen erwerben. Wir werden im Rahmen der Flurneuordnung versuchen diese Flächen bei der Neuzuordnung in geeigneten Bereichen zuteilen zu lassen. Die Hauptzielsetzungen sind bestehende naturnah bewirtschaftete Flächen zu arrondieren oder neue Bereiche zu schaffen, die als Rückzugsbereiche für Pflanzen und Tiere dienen können. Wir werden hierfür in den nächsten Monaten eine Grobplanung erstellen, welche später mit der Flurneuordnungsbehörde abgestimmt werden muss. Sofern Eigentümer an einer extensiven Bewirtschaftung Ihrer Grundstücke interessiert sind, können sich diese gerne bei der Vorstandschaft melden um mögliche Umsetzungsvarianten besprechen zu können. Gerne können Sie uns auch durch die Mithilfe bei Pflegeaktionen oder durch eine Spende unterstützen, damit wir die vielseitigen Aufgaben weiter forcieren können.

 

In den letzten Jahren gehen immer größere Wiesenflächen verloren, die noch einen guten Wildblumenbestand aufweisen. Der Nabu Dunningen versucht hier im Rahmen seiner Möglichkeiten entgegenzusteuern. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung nehmen nicht nur die Wildblumenarten extrem ab, sondern auch viele Insektenarten wie z.B. Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln. Viele Wiesenbrüter haben durch die oft häufige Mahd der Flächen kaum eine Chance ihre Jungen groß zu ziehen. Die Insekten sind für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen sehr wichtig und gleichzeitig für viele Singvogelarten ein Teil ihrer Nahrungsgrundlage, insbesondere während der Aufzucht der Jungen. Dies ist, unter anderem auch ein Hauptgrund warum in manchen Regionen die Singvögel teilweise gravierende Rückgänge zu verzeichnen haben. Es ist zu kurz gedacht wenn man z.B. der Elster oder dem Fuchs die alleinige Schuld zuschiebt, wie dies oft gemacht wird. Auch im nächsten Jahr werden wir im Rahmen von Begehungen auf diese Problemstellungen eingehen.  

 

Bakassine und Eisvogel besiedeln neues Biotop

 

Gut besuchte Generalversammlung des Nabu Dunningen

 

Über 30 Personen nahmen die Gelegenheit wahr sich bei Generalversammlung des NABU Dunningen über die vielseitigen Aktivitäten des Nabu zu informieren. Im Rahmen einer Bildpräsentation berichtete Vorstand Roland Fischinger z.B. über die durchgeführten Landschaftspflegemaßnahmen, die Heckenpflegehiebe, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt und über den sehr interessanten Jahresausflug ins Schwenninger Moos und auf den Ziegenhof Hohenkarpfen. Auch der Filmabend über die Biofarm von Prinz Charles war gut besucht und sehr informativ. Bei der Gewässerschau Seedorf wurde deutlich, dass die Eschach wieder einen natürlicheren Lauf nehmen darf und nicht jeder Baum oder Hecke die ins Wasser ragt entfernt werden muss. Das gleiche gilt natürlich für die von Bibern gefällten Bäume, welche als Winterfutter für den kommenden Winter dienen. Eine Ausnahme stellt nur die direkte Ortslage dar um die Hochwassergefahr zu minimieren. Die Ersatzmaßnahme „Münsterbruck“ kann als sehr gelungene Maßnahme bezeichnet werden und es sind, wie erwartet, immer wieder seltene Vogelarten, wie z.B. mehrere Limikolenarten oder der Eisvogel zu sehen. Die Biotopexkursion im Juni 2016 wurde mit über 20 Teilnehmern wieder gut angenommen. Der Nabu hat auch bereits dieses Jahr wieder Grundstücksverhandlungen für gut 1 ha Fläche abgeschlossen, die im Rahmen der Flurneuordnung an geeigneten Bereichen zugeteilt werden sollen. Hierdurch können bestehende Biotope abgerundet, oder neue naturnahe Flächen geschaffen werden. Eigentümer, welche noch Flächen veräußern wollen, können sich beim Nabu melden, ebenso wie Personen, welche eine extensive Bewirtschaftung ihres Eigentums wünschen. Die Mitgliederzahl hat sich leicht auf 276 Personen erhöht und der Nabu Dunningen ist die größte Ortsgruppe im Kreis Rottweil. Manuel Brunnenkant trug den Bericht der NAJU-Gruppe vor mit sehr unterschiedlichen Themen wie z.B. Bastelarbeiten für den Weihnachtsmarkt, die Schneeschuhwanderung, Wanderung auf die Ruine Hohen-schramberg, Apfelsaft pressen, Besuch der Sternwarte in Brittheim. Kassiererin Jeanette Hayd-Brunnenkant gab einen Überblick über die Finanzsituation des Vereins. Der Kassenstand ist durch den Flächenkauf im Jahr 2014 von fast 1 ha leicht zurückgegangen. Erfreulich ist, dass immer wieder Spenden eingehen, welche die Handlungsfähigkeit des Vereins erheblich verbessern. Kassenprüfer Kaspar Haag attestierte im Anschluss eine einwandfreie Kassenführung. Amtsverweser Peter Schumacher informierte, dass die vom Nabu vorgeschlagene Ersatzmaßnahme für das Wohnbaugebiet in Seedorf angegangen wird. Er war erstaunt, was in der Naju-Gruppe alles unternommen wird und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Anschließend nahm er die Entlastung der Vorstandschaft vor, die einstimmig erfolgte. Nach einem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr bedankte sich Vorstand Roland Fischinger bei allen Mitbürgern, die sich für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes im vergangenen Jahr eingesetzt haben.

 

 

Nabu schließt Pflegeaktionen 2016 ab

Mittagspause bei der Landschaftspflege am 17.09.16

Am vergangenen Samstag wurden mit der Pflegeaktion auf Gemarkung Seedorf und Dunningen die diesjährigen Landschaftspflegemaßnahmen abgeschlossen. In den vergangenen Wochen waren wieder über 20 Helfer/innen ca. 130 Arbeitsstunden aktiv um die ca. 5 ha großen Halbtrockenrasen- und Feuchtwiesen, welche vom Nabu Dunningen selbst gepflegt werden, zu Mähen, zu Schwaden und das Mähgut abzufahren. Teilweise wurde auch schon früher Heu gewonnen. Bei derartigen Aktionen geht nicht immer alles nach Plan und so hatten wir an 2 Traktoren eine Reifenpanne durch Dornen und der Balkenmäher wollte auch nicht wie gewohnt anspringen. Mit dem Wetter hatten wir allerdings großes Glück, da der auf Samstag angekündigte Regen ausblieb. Durch die Pflegemaßnahmen werden für viele Pflanzen- und Tierarten gute Lebensbedingungen geschaffen, welche in Verbindung mit Brach- oder Wasserflächen einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren als ideale Rückzugsgebiete dienen. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend. Vor allem an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen, wo das Mähgut von Hand geladen werden muss. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss traf man sich im Gasthaus Wehle in Dunningen, wobei die Resonanz leider nicht mehr so hoch war. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Helferinnen und Helfern, bei Barbara Schneider für die gute Verpflegung und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken. Der Nabu Dunningen betreut in der Gesamtgemeinde zwischenzeitlich viele Feucht- und Halbtrockenrasenflächen mit ca. 28 ha Gesamtfläche, wobei 3 Landwirte Landschaftspflegemaßnahmen für den Nabu übernehmen. Auf ca. 12 ha Fläche wird durch die extensive Bewirtschaftung im Rahmen von Patenschaftsverträgen die frühere Bewirtschaftung mit Heugewinnung sehr gut umgesetzt. Hierdurch können wertvolle Wildblumenwiesen auf der Gemarkung teilweise erhalten werden.

 

Herr Rüttiger erläutert einer Gruppe des Nabu Dunningen die stufenweise Anhebung des Wasserspiegels im Schwenninger Moos

 

Sehr informativer Ausflug des Nabu Dunningen ins "Schwenninger Moos" und zum Ziegenhof Hohenkarpfen

  

Gut 40 Teilnehmer am diesjährigen Ausflug des Nabu Dunningen waren sehr positiv angetan von den umfangreichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte im Schwenninger Moos. Viele die seit mehreren Jahren nicht mehr im Moos waren, konnten bis auf den Rundweg nicht viel wiedererkennen. Durch das Anheben des Wasserspiegels sind größere Wasserflächen entstanden, welche von vielen teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden. Die beiden Moosführer Herr Michael Rüttiger und Herr Raimund Schuster gaben viele Informationen über die Entstehungsgeschichte, die Entwässerung für den Torfabbau, und die umgesetzten Naturschutzziele, wie das Auslichten der Waldflächen oder die Schafbeweidung der vergangenen Jahrzehnte, an die sehr interessierten Teilnehmer weiter. Auf dem Rundweg konnten einige Vögel und Pflanzenarten, wie die Reiher- und Krickente, Wollgras, Heidekraut, Rauschbeere und tolle Moosarten bestaunt werden. Das Wetter hat auch toll mitgespielt und anschließend fuhr man ins Gasthaus Blume nach Hausen ob Verena. Nach dem tollen Mittagessen ging es zu Fuß oder mit dem Bus zum Ziegenhof Hohenkarpfen weiter. Der Pächter Albert Hellental erläuterte dann im Rahmen einer ca. 1-stündigen Führung die Anforderungen der Ziegenhaltung, der Käsegewinnung und der Bewirtschaftungs- und Beweidungsvorschriften im Naturschutzgebiet Hohenkarpfen. Neben den 80 Milchziegen sind auch eine Pferdehaltung und ein Cafe auf dem Hof integriert. Anschließend bestand die Möglichkeit zum Einkaufen und zur Besichtigung des Hofes und des landschaftlich sehr schönen Gebietes um den Hohenkarpfen. Nach einem sehr schönen Ausflug kamen dann alle wohlbehalten gegen 18:00 Uhr wieder in Dunningen an.

 

Wildblumen- und Gräsermischung beim Nabu-Dunningen erhältlich

 

Wir haben eine Samenmischung mit Wildblumen und Gräsern gekauft für die Einsaat von kleineren neuen Wildblumenflächen oder zum Einsäen in bestehende artenarme Wiesenflächen. In der Mischung sind 40 verschiedene Blumenarten und 14 Grassorten gemischt und ist deshalb nicht als reines Blumenbeet geeignet. Die meisten Wiesenflächen auf unserer Gemarkung beherbergen nur noch wenige Blumen- bzw. Grassorten und durch die Einsaat kann die Artenvielfalt wieder erhöht werden. Allerdings muss dann auch auf eine geeignete Bewirtschaftung geachtet werden. Wer kleinere Flächen von ca. 5 qm zum Beispiel auch im Randbereich des Gartens testen möchte, erhält den Samen kostenlos bei Fam. Fischinger in der Eschachstr. 33 in Dunningen. Bitte Info per E-Mail unter Fischinger.Rol@web.de oder per Tel. unter 07403-7477.

 

 

 

 

Nabu hat weitere Grundstücke auf der Gemarkung Dunningen erworben

 

In den vergangenen Monaten konnte der Nabu auf der Gemarkung Dunningen mehrere neue Grundstücke mit fast 1 ha Fläche erwerben. Die Flächen dienen zur Abrundung der bestehenden Landschaftspflegeflächen oder als Tauschflächen im Rahmen der Flurneuordnung Dunningen. Besonders erfreulich ist, dass wir im Bereich Steinbühl eine tolle Blumenwiese nach jahrelangen Bemühungen erwerben konnten, welche mitten in der ca. 3 ha großen Halbtrockenrasenfläche des Nabu liegt. Erfreulich ist auch, dass immer wieder umweltbewusste Eigentümer bereit sind Flächen an den Nabu zu verkaufen, oder  eine extensive Bewirtschaftung zu vereinbaren, damit eine langfristige Erhaltung und Aufwertung unserer Kulturlandschaft, wenigstens auf diesen Flächen, erreicht werden kann. Zwischenzeitlich werden vom Nabu Dunningen ca. 28 ha betreut und die positiven Auswirkungen sind auf vielen Flächen deutlich sichtbar.

 

 

 

Nabu Gruppe Dunningen schließt Landschaftspflege- maßnahmen ab


Auch in diesem Jahr waren wieder 20 Helfer/innen aktiv um die ca. 5 ha großen Landschaftspflegeflächen in den 3 Ortsteilen zu Mähen, zu Schwaden und das Mähgut abzufahren. Durch die trockene Witterung konnten auch die Arbeiten in den Feuchtwiesen recht problemlos durchgeführt werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden gute Bedingungen für viele Pflanzen- und Tierarten geschaffen, welche in Verbindung mit Brach- und Wasserflächen einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren als ideale Rückzugsgebiete dienen. Wir möchten an dieser Stelle nochmals allen Helfern für die Unterstützung danken. Zwischenzeitlich hat der Nabu Dunningen mit 3 Landwirten Landschaftspflegeverträge für eine extensive Wiesenbewirtschaftung abgeschlossen mit einer Gesamtfläche von ca. 11 ha. Wichtig ist hierbei die späte Mahd und die Heugewinnung, damit die Pflanzen Aussamen können und hierdurch schöne Wildblumenwiesen erhalten, oder neu geschaffen  werden können.

 

NABU übernimmt weitere Landschaftspflegeflächen im Bereich „Deddenberg“ 

 

Die Ersatzmaßnahmen für die Umgehung Dunningen sehen im Bereich des Landschaftsschutzgebietes „Deddenberg“ größere Landschaftspflegeflächen vor. Der Nabu Dunningen hat mit der Straßenbauverwaltung die Bewirtschaftung und Pflege der vorgesehenen Grünlandbereiche und Hecken mit einer Fläche von ca. 2 ha ab diesem Jahr vereinbart. Die Grünlandbereiche werden extensiv bewirtschaftet, damit seltene Pflanzen- und Tierarten dauerhaft in diesem Gebiet erhalten und wieder angesiedelt werden können. Hierzu zählen insbesondere Arten auf Halbtrockenrasenflächen wie Silberdistel, Fransenenzian oder echte Schlüsselblume, aber auch Zauneidechse, Blindschleiche und verschiedenste Amphibien- und Vogelarten. Die Hecken werden bei Bedarf ebenfalls vom Nabu naturverträglich gepflegt. Durch die Übernahme der Betreuung durch den Nabu wird die korrekte Umsetzung der Ersatzmaßnahmen zur Verbesserung des Naturhaushaltes sichergestellt.  Der Bau der Umgehung Dunningen hat massive Landschaftseingriffe mit sich gebracht, wie zwischenzeitlich gut sichtbar ist. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass die vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ebenso konsequent umgesetzt werden wie der Straßenbau.

 

 

NABU Dunningen übernimmt weitere Pflegeflächen „Bei der Münsterbruck“ 

 

Nachdem die Planungen für die Ersatzmaßnahme des Wohngebietes „Hüttensberg Mitte“ auf Vorschlag des Nabu fertig gestellt wurden, hat der Nabu Dunningen auch die Patenschaft für das ca. 1,4 ha große neue Biotop Richtung Seedorf übernommen. Aufgrund der milden Witterung konnte der See entlang des alten Mühlenkanals noch nicht ausgehoben werden. Dies soll nun bei trockener Witterung im Sommer umgesetzt werden. Auf einer Fläche von ca. 0,9 ha wird eine extensive Bewirtschaftung erfolgen, die zur Erhaltung und Wiederansiedlung seltener Pflanzen- und Tierarten beitragen soll. Das neu zu schaffende Biotop stellt eine gute Arrondierung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen an der Eschach und der Biotope im Bereich Riedbrunnen dar. Näheres können Sie bei der Vorstandschaft erfragen.

 

Aushub des Laichgewässers
Aushub des Laichgewässers
See nach der Fertigstellung Mai 2014
See nach der Fertigstellung Mai 2014

 

 

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