Nabu Dunningen hat erfreulichen Mitgliederzuwachs von 7,5 % im abgelaufenen Vereinsjahr

Über 30 Personen kamen zur Generalversammlung des NABU Dunningen ins „Haus am Adlerbrunnen“ um sich über die vielseitigen Aktivitäten der Naturschutzgruppe zu informieren. Im Rahmen einer Bildpräsentation berichtete Vorstand Roland Fischinger zunächst von der erfreulichen Mitgliederentwicklung auf derzeit 299 Personen und die gute Unterstützung durch aktive Mithilfe, die Mitgliedschaft oder Spenden. Hierdurch können die vielseitigen Aktivitäten des Nabu auch in Zukunft umgesetzt werden. Die durchgeführten Landschaftspflegemaßnahmen auf ca. 6 ha Fläche konnten mit 25 Personen wieder schnell durchgeführt werden und es wurden 150 Arbeitsstunden abgeleistet. Der sehr interessante Jahresausflug in die Saalbachniederungen und ins Naturschutzgebiet Waghäusel bei Bruchsal im Mai 2019, der Vortrag „Lebensraum Streuobstwiese“ mit Peter Keller und der Vortrag „Blühende Gärten„ mit Doris Deppe wurden hervorragend besucht. Die Neuanlage von Wildblumenwiesen stellte einen Schwerpunkt des Nabu dar, wobei die Kooperation mit der Gemeinde und die Beratung und der Verkauf von Wildblumensamen an Privatpersonen sehr erfolgreich verlaufen ist. Der Nabu hat im Frühjahr den ersten Teil einer Streuobstwiese gepflanzt und Privatpersonen können nach wie vor einen Zuschuss für die Pflanzung von Hochstämmen beim Nabu Dunningen erhalten. Da das Rebhuhn bei uns regional praktisch ausgestorben ist wird das Augenmerk bei der Aufwertung unserer Kulturlandschaft auf andere Leitarten, wie z.B. Feldlerche, Grauammer oder Braunkehlchen gelegt, wobei allen gemein ist, dass das Nahrungsangebot von Insekten wieder deutlich verbessert werden muss. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist derzeit gestoppt und es ist zu hoffen, dass das Eckpunktepapier der Landesregierung schnellstmöglich verabschiedet wird, das breiter angelegt ist wie die Vorlage zum Volksbegehren. Sollte keine Gesetzesänderung kurzfristig angegangen werden, wird der Nabu die Unterschriftenaktion forcieren. Die Ersatzmaßnahme im Bereich Riedbrunnen soll nun endlich angegangen werden und wir erhoffen uns durch die Biotopvernetzung nochmals eine Bereicherung in diesem Gebiet.

 

Danach trug Manuel Brunnenkant den Bericht der NAJU-Gruppe mit sehr unterschiedlichen Themen wie z.B. Herstellung und Verkauf der Vogelfuttermischung, Durchführung der Müllsammelaktion mit der JVD, Teilnahme am Kinderferienprogramm mit dem Bau von Insektenhotels und der Fledermausnacht am Linsenbergweiher vor. Leider ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen teilweise sehr gering, sodass einzelne Aktionen sogar abgesagt werden mussten. Hier wurden gezielte Werbeaktivitäten, unter anderem in Form eines Flyers bereits angegangen, denn die Jugendarbeit ist für uns sehr wichtig.

 

Die Kassiererin Jeanette Hayd-Brunnenkant gab einen Überblick über die Finanzsituation des Vereins. Der Kassenstand ist weiterhin sehr gut, und es konnte ein erheblicher Überschuss erwirtschaftet werden, teilweise auch durch größere Spenden, welche die Handlungsfähigkeit des Vereins erheblich verbessern. Kassenprüfer Oskar Heim attestierte im Anschluss eine wie gewohnt einwandfreie Kassenführung.

 

Bürgermeisterstellvertreterin Inge Erath bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die den Nabu als Berater und Ideengeber immer wieder in Anspruch nimmt. Eine Besonderheit des Vereins sei auch, dass er in allen drei Ortsteilen aktiv ist. Die Jugendarbeit des Vereins, ist aus ihrer Sicht sehr wichtig, trotz der ausgeführten Nachwuchsprobleme und die Teilnahme am Ferienprogramm könne vielleicht zu einer Verbesserung beitragen. Die vom Nabu angesprochenen Punkte, wie z.B. die 3. Änderung zur Flurneuordnung Dunningen wolle sie zur Prüfung mitnehmen. Anschließend nahm sie die Entlastung der Vorstandschaft vor, die einzeln für alle Vorstandsmitglieder einstimmig erfolgte.

 

Die Satzung des Nabu Dunningen musste im Rahmen der Mitgliederversammlung an die Landes- und Bundessatzung angepasst werden und gleichzeitig wurde die neue Position der Schriftführerin oder des Schriftführers in die Vorstandschaft einstimmig aufgenommen. Im Anschluss wurde nach einer Kurzvorstellung die Biologin Frau Andrea Tomschy als neue Schriftführerin einstimmig gewählt.

                            

Nach einem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr bedankte sich Vorstand Roland Fischinger bei allen Mitbürgern/innen, die sich für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes im vergangenen Jahr eingesetzt haben. Ebenso bei der Gemeinde für die Unterstützung durch die Gerätschaften für die Landschaftspflege.

 

Nabu Pflegeaktion am 21.09.2019 abgeschlossen

Nach wie vor ist die Bereitschaft zur Mithilfe bei den Landschaftspflegemaßnahmen des Nabu ungebrochen und ca. 25 Helfer/innen haben in ca. 150 Arbeitsstunden die 5 ha großen Halbtrockenrasenflächen und Feuchtwiesen gemäht, geschwadet und das Mähgut abgefahren. Auf 5 Flächen wurde auch schon ab Mitte Juli Heu gewonnen. Das Wetter hat gut mitgespielt und die meisten Feuchtflächen konnten mit Traktor und Ladewagen befahren werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden teilweise ideale Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere geschaffen und so siedeln sich immer wieder neue Arten, wie das Schwarzkehlchen oder Orchideen an. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend, denn an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen muss noch viel Arbeit von Hand verrichtet werden. Trotzdem hat es wieder allen Spaß gemacht und durch die zahlreichen Helfer/innen sind wir schnell fertig geworden. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss trafen sich gut 20 Personen abends im Cafe & Bar Mäx in Dunningen in geselliger Runde. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Helferinnen und Helfern, bei Beate Kobel, Lucia Miller und Heidrun Fischinger für die gute Verpflegung und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken.

 

Gut 20 Personen informieren sich bei der Biotopbesichtigung am 23.06.2019 in Seedorf über die Aktivitäten des Nabu

 

Landschaftspflegemaßnahmen des Nabu Dunningen tragen reiche Früchte!

 

Über 20 Personen nahmen am vergangenen Sonntag die Gelegenheit wahr einige vom Nabu betreute Halbtrockenrasenflächen auf der Gemarkung Seedorf zu besichtigen. Der Vorsitzende Roland Fischinger ging auf die Art der Bewirtschaftung der gezeigten Flächen ein, welche ohne die regelmäßige Mahd und die Gewinnung von Heu oder dem Abtransport des Mähguts diese Artenvielfalt nicht hervorbringen würden. Zwischenzeitlich haben sich neben den vielen bisher bereits vorhandenen Arten, wie z.B. Silberdistel oder Kartäuser-Nelke sehr seltene Arten wie Kreuzenzian, und verschiedene Orchideenarten angesiedelt. Wichtig sind für die meisten Arten ein später Mahdtermin und möglichst keine oder nur sporadische Düngung. Einige Teilnehmer beklagten das häufige Mulchen insbesondere auf größeren Flächen, welche nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Dies stellt mit die schlechteste Bewirtschaftungsform dar, da der stetige Nährstoffeintrag zu einem immer stärkeren Wachstum und damit zum mehrmaligen Mulchen führt, das den Lebensraum von vielen Pflanzen- und Tierarten zerstört. Ebenso wurde die Nichtbeachtung der extensiven Bewirtschaftung von Gemeindeflächen aus der Flurbereinigung Seedorf kritisch angesprochen. Der Nabu wird diesbezüglich auf die Gemeinde zugehen. Neben den farbenfrohen Blühwiesen konnte auch der Gesang einiger Vogelarten wie Feldlerche, Goldammer und Heckenbraunelle vernommen werden. Leider sind in den letzten Jahrzehnten viele Bodenbrüter wie z.B. Rebhuhn, Kiebitz oder Feldlerche in ihren Beständen stark zurückgegangen oder diese sind gänzlich erloschen. Die in jüngster Zeit öfter zu sehenden Buntbrachen sind meist viel zu schmal entlang von Wegen. Vor allem aber müssten sie mehrjährig mit heimischen Samenmischungen auf der gleichen Fläche angelegt werden um einen wesentlich positiveren und vor allem langfristigen Effekt zu erhalten. Neben der oft intensiven Landnutzung wurde auch darauf hingewiesen, dass viele Bürger in ihrem Garten oder die Kommunen etwas für die Artenvielfalt durch die Anlage von Wildblumenwiesen tun können, welche die Nahrungsgrundlage für Insekten und viele Vögel darstellen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen auf verschiedensten Ebenen kann dem Artenschwund von Insekten, Vögeln usw. entgegengetreten werden. 

 

Gut besuchte Nabu Generalversammlung am 02.11.2018

Über 30 Personen kamen zur Generalversammlung des NABU Dunningen ins „Haus am Adlerbrunnen“ um sich über die vielseitigen Aktivitäten der Naturschutzgruppe zu informieren. Im Rahmen einer Bildpräsentation berichtete Vorstand Roland Fischinger z.B. über die durchgeführten Landschaftspflegemaßnahmen mit allein 175 Arbeitsstunden der Helfer/innen und den sehr interessanten Jahresausflug ins Hinterzartener Moor und auf den Biolandbetrieb Kirnerhof.

 

Einer der Höhepunkte im Vereinsjahr war im April der Vortrag von Dr. Paul Westrich „Eine Reise in die faszinierende Welt der Wildbienen“. 120 interessierte Personen bekamen umfangreiche Informationen über die Gefährdungsursachen, die Lebensweise und vor allem die Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Neuanlage von Wildblumenwiesen stellt auch im kommenden Jahr ein Schwerpunktthema des Nabu Dunningen dar, ebenso wie die Flächenzuteilung im Rahmen der laufenden Flurneuordnung. Parallel hierzu soll ein „Rebhuhn Konzept“ für Dunningen erarbeitet und umgesetzt werden, wie dies bereits im Kreis Tübingen erfolgreich angegangen wurde.

 

Nach wie vor kritisch werden einzelne Ersatzmaßnahmen gesehen, welche teilweise nur sehr schwer oder gar nicht umgesetzt werden können, oder keinen Ausgleich für die Eingriffe des Menschen in die Kulturlandschaft darstellen. Die Mitgliederzahl liegt derzeit bei 278 Personen und die Unterstützung durch die aktive Mithilfe, die Mitgliedschaft oder Spenden ist in wichtiges Anliegen, um die vielseitigen Aktivitäten des Nabu auch in Zukunft umsetzen zu können.

 

Danach trug Manuel Brunnenkant den Bericht der NAJU-Gruppe mit sehr unterschiedlichen Themen wie z.B. Bastelarbeiten für den Weihnachtsmarkt, Backen im Backhäusle in Seedorf, Schneeschuhwanderung um Dunningen, oder die Anlage einer kleinen Wildblumenwiese mit Insektenhotel vor. Leider ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen teilweise sehr gering, sodass gezielte Werbeaktivitäten angegangen werden müssen, damit sich der Aufwand der Betreuer/innen lohnt.

 

Die Kassiererin Jeanette Hayd-Brunnenkant gab einen Überblick über die Finanzsituation des Vereins. Der Kassenstand ist weiterhin gut, sodass weitere Maßnahmen im Naturschutzbereich angegangen werden können. Erfreulich ist, dass immer wieder auch größere Spenden eingehen, welche die Handlungsfähigkeit des Vereins erheblich verbessern. Kassenprüfer Kaspar Haag attestierte im Anschluss eine einwandfreie Kassenführung.

 

Bürgermeister Peter Schumacher bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und für die Jugendarbeit des Vereins, die aus seiner Sicht, trotz der ausgeführten Nachwuchsprobleme, sehr wichtig ist. Er ging auch auf verschiedene Themen, wie z.B. die Erforderlichkeit eines Ökokontos aus Sicht der Gemeinde ein.

 

Anschließend nahm er die Entlastung der Vorstandschaft vor, die einstimmig erfolgte. Die Neuwahlen erfolgten einstimmig und es wurde Roland Fischinger als 1. Vorsitzender, Jeanette Hayd-Brunnenkant als Kassiererin, sowie die beiden Kassenprüfer Kaspar Haag und Oswald Heim für drei Jahre wiedergewählt.

 

Nach einem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr bedankte sich Vorstand Roland Fischinger bei allen Mitbürgern/innen, die sich für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes im vergangenen Jahr eingesetzt haben. Ebenso bei der Gemeinde für die Unterstützung durch die Gerätschaften für die Landschaftspflege.

 

Fleißige Helfer/innen beim Schwaden am Steinbühl am 15.09.2018

 

 

Zahlreiche Helfer bei den Landschaftspflege-maßnahmen des Nabu Dunningen aktiv!

 

Über 30 Personen haben bei der Landschaftspflege des Nabu in Lackendorf, Dunningen und Seedorf mitgeholfen und insgesamt ca. 175 Arbeitsstunden für die Pflege der gut 5 ha großen Halbtrockenrasenflächen und Feuchtwiesen abgeleistet. Die Flächen wurden gemäht, meist von Hand geschwadet und das Mähgut abgefahren. Teilweise wurde auch schon früher Heu gewonnen. Das Wetter hat gut mitgespielt und die meisten Feuchtflächen konnten mit Traktor und Ladewagen befahren werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden ideale Lebensbedingungen geschaffen, welche in Verbindung mit Brach-, Wasserflächen oder Heckenbeständen einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren als letzte Rückzugsgebiete dienen. Auf den vom Nabu Dunningen insgesamt 30 ha großen Flächen sind in diesem Jahr wieder neue Arten aufgetaucht, wie z.B. die Bocks-Riemenzunge, die Pyramiden-Hundswurz oder der Kreuzenzian auf einer zweiten Fläche. Auch viele Wildbienen und Insekten finden ihre Nahrung auf diesen Flächen bis in den Herbst. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend, denn an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen muss die meiste Arbeit von Hand verrichtet werden. Trotzdem hat es allen Spaß gemacht und durch die zahlreichen Helfer/innen konnten die Pflegemaßnahmen schnell abgeschlossen werden. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss trafen sich über 20 Personen abends im Cafe & Bar Mäx in Dunningen in geselliger Runde. Der Nabu möchte sich bei allen Helferinnen und Helfern, und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken.

 

In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal ein tolles Exemplar der

 

Bocks-Riemenzunge

 

auf einer vom Nabu seit Jahren betreuten Fläche (siehe Bild rechts)

Dr. Paul Westrich, auf dem Bild links im voll besetzten Haus am Adlerbrunnen in Dunningen

 

Die Reise in die „faszinierende Welt der Wildbienen“ hat sich gelohnt!

 

Die Vortragsveranstaltung des Nabu Dunningen mit Dr. Paul Westrich war ein voller Erfolg und die 120 sehr interessierten Besucher konnten viele interessante Details über die Entwicklungsstadien der fast 600 verschiedenen, in Deutschland vorkommenden, Wildbienenarten erfahren. Viele Details wurden anhand von Fotos und Filmausschnitten eindrucksvoll erläutert und die Wichtigkeit dieser Insektenfamilie, insbesondere für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen wurde immer wieder hervorgehoben. Verschiedene Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen, ohne die sie sich nicht fortpflanzen können und umgekehrt. Dies kann auch von der Honigbiene in vielen Fällen nicht übernommen werden, sodass die Wildbienen, wie viele andere Pflanzen- und Tierarten unersetzlich sind für die Erhaltung unserer Artenvielfalt. Mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienen sind auf der Roten Liste und stark vom Aussterben bedroht. Dass bei den Wildbienen ca. 300 Arten bedroht sind liegt oft am fehlenden Nahrungsangebot. Durch die intensive Bewirtschaftung gibt es immer weniger artenreiche Wildblumenwiesen, welche als Nahrungsgrundlage für einen langen Zeitraum im Jahr zur Verfügung stehen. Dies liegt nicht nur an der teilweise intensiven Düngung, sondern auch an den häufigen Mahd Terminen, insbesondere bei der Verwendung für Silofutter und Biogasanlagen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch das fehlende Nahrungsangebot in unseren Hausgärten, denn viele exotische Blumen- und Pflanzenarten bieten zwar einen schönen Anblick, sind jedoch für die Bienennahrung nicht geeignet. Der Appell ging deshalb an Landwirte die noch vorhandenen Wildblumenwiesen zu erhalten und oder wieder herzustellen, genauso wie an Kommunen und Gartenbesitzer nicht nur den „englischen Rasen“ zu pflegen, sondern auch dort der Natur ihren Raum zu geben. Die Ernüchterung bei den Teilnehmern war richtig zu spüren, als Herr Dr. Westrich erläuterte, dass einige Blumenmischungen, wie z.B. die „Mössinger Mischung“ für Wildbienen überhaupt nicht geeignet sind, da sie keine oder nur wenige heimische Wildblumen enthalten. Der Vorsitzende des Nabu Dunningen Herr Roland Fischinger bedankte sich zum Schluss für die sehr gute Resonanz der Veranstaltung und forderte die Teilnehmer zu etwas mehr „Mut zur Wildnis“ auf, der für die spätere Mahd und das stehen lassen von Teilflächen für die Überwinterung der Insekten erforderlich ist. Die angebotenen Wildblumensamen wurden komplett verkauft, sodass erst wieder in ca. 14 Tagen Nachschub eintrifft, falls noch jemand Bedarf hat.

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat beim Neujahrsempfang der Landesregierung den Umwelt- und Naturschutz als Kernziel seiner Regierungsarbeit hervorgehoben. Die Erhaltung der Natur sei eine Generationenaufgabe, sagte Kretschmann am Freitag im Neuen Schloss. Baden-Württemberg sei Lebensraum für rund 50 000 Tier- und Pflanzenarten, 40 Prozent davon seien mittlerweile gefährdet, sagte der Grünen-Politiker.

 

Eingeladen waren in diesem Jahr Vertreter der Natur- und Umweltverbände und aus der Land- und der Forstwirtschaft. Heidrun und Roland Fischinger von der Nabu Gruppe Dunningen waren unter den gut 800 geladenen Gästen..

 

„Zahlreiche Schmetterlings-, Wildbienen- und andere Insektenarten sind bereits ausgestorben. Weniger Insekten bedeuten zugleich weniger Vögel“, sagte Kretschmann. Das Insekten- und das Artensterben insgesamt seien keine Randerscheinung. „Es handelt sich weltweit gesehen dabei um eine Katastrophe“, betonte der Regierungschef. Dass die Blüten der Bäume in Zukunft einmal mühsam von Hand bestäubt werden müssten, sei keine Utopie mehr. „In China ist es teilweise schon heute so“, sagte Kretschmann. Im Kleinen habe die Landesregierung angefangen, im Park des Staatsministeriums Wildblumen anzupflanzen und Bienenstöcke zu halten.

 

Für die Landespolitik sei es ein zentrales Anliegen, die biologische Vielfalt im Land zu erhalten und zu fördern. In einem Gemeinschaftsprojekt von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sollen der Naturschutz, die Land- und die Forstwirtschaft zusammenarbeiten. Dafür stünden 36 Millionen Euro in den Jahren 2018 und 2019 bereit. Unterstützt werden sollen etwa Landwirte dabei, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Zudem gebe es ein umfangreiches Monitoring zum Beispiel, um das zahlenmäßige Vorkommen von Insekten zu ermitteln. Auch die Schaffung von 250 zusätzlichen Stellen in der Umwelt- und Naturschutzverwaltung hatte die Landesregierung beschlossen.

 

Der Landeschef des Naturschutzbundes (Nabu), Johannes Enssle, sprach von einem „sehr positiven Signal“, das die Landesregierung dem Thema Umwelt beim Neujahrsempfang widmete. „Zahlreiche Studien belegen, dass viele Tier- und Pflanzenarten unter und über Wasser, an Land und im Boden bedroht oder bereits verschwunden sind“, sagte Enssle.

 

Walter Schneider wurde anläßlich der General-versammlung am 03.11.2017 nach 20 Jahren im Ausschuss verabschiedet.

Vorstand Roland Fischinger überreichte Walter Schneider (Bild links) und seiner

Ehefrau Barbara die Geschenke für die 20 jährige aktive Mitarbeit im Nabu

 

Walter Schneider, eines der Gründungsmitglieder des Nabu Dunningen, ist nach 20 Jahren aus der Vorstandschaft des Nabu Dunningen ausgeschieden. Vorstand Roland Fischinger übereichte einen Bildband und bedankte sich für die jahrzehntelange sehr zuverlässige Mitarbeit von Walter Schneider, verbunden mit der Hoffnung, dass er noch lange für den Verein aktiv bleibt, wovon man ausgehen kann. Er war in all den Jahren das Bindeglied des Vereins für den Ortsteil Seedorf. Seine Ehefrau Barbara Schneider bekam einen Blumenstrauß überreicht als kleine Anerkennung für die Unterstützung des Vereins.

Nabu Pflegeaktion macht ca. 30 Helfern/innen Spaß!

Insgesamt 30 Personen haben bei den diesjährigen Landschafts-pflegemaßnahmen des Nabu in Lackendorf, Dunningen und Seedorf mitgeholfen. Alleine in der vergangenen Woche waren wieder 25 Helfer/innen ca. 130 Arbeitsstunden aktiv um die gut 5 ha großen Halbtrockenrasenflächen und Feuchtwiesen zu Mähen, von Hand zu Schwaden und das Mähgut abzufahren. Teilweise wurde auch schon früher Heu gewonnen. Dieses Jahr hatten wir bis auf eine Reifenpanne durch Dornen großes Glück, denn durch die trockene Witterung konnten selbst Feuchtflächen mit Traktor und Ladewagen gut befahren werden. Durch die Pflegemaßnahmen werden ideale Lebens-bedingungen geschaffen, welche in Verbindung mit Brach- oder Wasserflächen einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren als letzte Rückzugsgebiete dienen. Die Arbeit ist teilweise recht anstrengend, denn an den Hanglagen oder in den Feuchtbiotopen muss die meiste Arbeit von Hand verrichtet werden. Die Arbeit macht jedes Jahr viel Spaß, denn durch die zahlreichen Helfer/innen sind wir auch in diesem Jahr wieder schnell vorangekommen. Für den Mittagsimbiss war bestens gesorgt und zum Abschluss traf man sich im Gasthaus Rose in Seedorf in geselliger Runde. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Helferinnen und Helfern, bei Heidrun Fischinger und Lucia Miller für die gute Verpflegung und bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Fahrzeuge recht herzlich bedanken.

43 Teilnehmer beim Nabu Ausflug an den Federsee

43 Erwachsene und Jugendliche nahmen am diesjährigen Nabu Ausflug an den Federsee teil. Nach dem 2. Frühstück bei der Ankunft wurde mit einer Gruppe der Federseesteg begangen, wo Siedfried Frosdorfer, langjähriger Vorsitzender des Nabu in Bad Buchau die Entstehungsgeschichte des Federseegebietes mit der ursprünglichen Ausdehnung und den Nutzungsversuchen durch den Menschen in den vergangenen gut 200 Jahren erläuterte. Neben verschiedenen Vogelarten, wie z.B. Schwarzer Milan, Rohrweihe, Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Bartmeise oder Flussseeschwalbe, konnte auch ein fast 1 Meter langer Wels, viele andere Fischarten und Wasserfrösche gesichtet oder gehört werden. Herr Frosdorfer ging auch auf die vielen aktuellen Landschaftspflege-maßnahmen, die Wasserqualität, welche erst seit ungefähr 2008 wieder als gut zu bezeichnen ist, nachdem 30 Jahre davor Abwasserringleitungen gelegt und die Kläranlage gebaut wurde, ein. Die unterschiedlichen Schutzgebiete rund um den Federsee umfassen heute ca. 2900 Hektar und sie beherbergen mit ca. 150 Paaren des Braunkehlchens fast die Hälfte der Population in Baden-Württemberg. Daneben kommen auch Schwarzkehlchen und Blaukehlchen vor, die noch seltener sind. Die zweite Gruppe ging mit Bastian Sturm, hauptamtlicher Mitarbeiter des Naturschutzzentrums, durch die Moorwiesen zum Banngebiet Staudacher, wo bereits im Jahr 2011 durch den Nabu 16 ha Moorwiesen gekauft und bis heute der Natur überlassen werden. Hier wird deutlich was passiert, wenn man die Moorwiesen nicht bewirtschaftet. Es entsteht in kurzer Zeit ein Moorwald, der wie die Moorwiesen für viele Pflanzen- und Tierarten einen einzigartigen Lebensraum bietet. Auf einer Moorwaldlichtung wachsen heute noch Pflanzen aus der Eiszeit vor 10000 Jahren, die heute ihr Vorkommen in der Arktis haben. Hierzu zählen das Karlszepter oder die Kriechweide. Der künstliche Horst, der eigentlich für den Fischadler angelegt wurde, ist in diesem Jahr zum ersten Mal von einem Weißstorchenpaar belegt. Nach dem sehr guten Mittagessen im Gasthaus Rosengarten fuhr gut die Hälfte der Teilnehmer in die Bachritterburg nach Kanzach, wo eine ehemalige Holzburg wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Den Nabu Besuchern wurde die Fertigung eines Kettenhemdes für die Ritterrüstung erläutert und wer wollte durfte diese eher unangenehmen „Klamotten“ auch einmal anziehen, was besonders bei den Jugendlichen gut ankam. Die anderen Teilnehmer waren am Nachmittag auf eigene Faust im Federseegebiet oder Bad Buchau unterwegs. Bei idealem Ausflugswetter konnten die Teilnehmer wieder viele Eindrücke mitnehmen.

 

Storchennest in Dunningen repariert

Anfang April war es endlich soweit, dass das stark in Mitleidenschaft genommene Storchennest beim Eichhof repariert werden konnte. Klaus Niemann und Roland Fischinger haben in luftiger Höhe einen neuen Holzboden eingebracht. Gleichzeitig wurde das Weidengeflecht erneuert und der Boden mit Birkenreisig und Hackschnitzel neu belegt. Interessant war, dass gerade an diesem Abend ein Storch zu Besuch auf dem Nest war und so bleibt zu hoffen, dass die Mühen der Nabu Gruppe und seiner Helfer irgenwann mit einem Bruterfolg belohnt werden. Wir möchten uns bei Max Schrägle für die Bereitstellung des "Steigers" und bei Klaus Niemann für die Bedienung ganz herzlich bedanken.

 

Vereister Biberdamm, zwischenzeitlich vom Hochwasser teilweise weggeschwemmt.